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Geschichte

1899 lädt der Internationale Frauenrat österreichische Frauenorganisationen ein, sich in einem nationalen Frauenrat zu vereinigen und in der Folge dem Internationalen Frauenrat (International Council of Women - ICW) beizutreten. Marianne Hainisch wird ausgewählt, die Zweite Fünfjahreskonferenz des Internationalen Frauenrates zu besuchen, die in London stattfindet. Dort wird sie zur Ehrenvizepräsidentin gewählt.

1902

Nach Überwindung großer Hindernisse, die sich einer Zusammenarbeit unter unterschiedlichen Nationalitäten und Parteien in Österreich-Ungarn zunächst entgegenstellten, schließen sich schließlich 19 Gruppen zusammen zum Bund Österreichischer Frauenvereine (BÖFV).

1904

Der BÖFV, der zu dieser Zeit 35 Vereinigungen umfaßt, wird als Mitglied im Internationalen Frauenrat aufgenommen. Marianne Hainisch und Bertha von Suttner sprechen bei der Friedenskonferenz, die bei dieser Gelegenheit abgehalten wird.

1905

Bertha von Suttner, Vorsitzende der Friedenskommission des BÖFV, erhält als erste Frau den Friedensnobelpreis.

1906

Erste statistische Monographie über „Schulen für österreichische Frauen“.

1907

Bertha von Suttner überreicht dem Präsidenten der Zweiten Friedenskonferenz in Den Haag eine Resolution des BÖFV.

1909

Marianne Hainisch, die Vorsitzende des BÖFV , wird zur Dritten Vizepräsidentin des Internationalen Frauenrates gewählt.

1910

Executive Meeting des Internationalen Frauenrates in Innsbruck (Tirol).

Marianne Hainisch
Marianne Hainisch





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1912

Der BÖFV unterhält vier Berufsberatungsstellen für junge Mädchen in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft und unter ehrenamtlicher Mitarbeit von Lehrerinnen, Ärztinnen und Komiteemitgliedern.

1913

Bericht über den Stand der Hilfseinrichtungen für Jugendliche und den Umgang mit jugendlichen Kriminellen.

1914

Im Anschluß an die Fünfjahreskonferenz des Internationalen Frauenrates in Rom besuchen die Delegierten Wien. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges kommen Vorschläge zur Fortsetzung der Friedensbemühungen nach Kriegsende sogar aus feindlichen Ländern.

1915

Trotz heftigen Widerstandes besuchen vier Österreicherinnen den Ersten Internationalen Friedenskongreß in Den Haag.

1918

Erlangung des Frauenwahlrechts in Österreich nach jahrelangen Bestrebungen.

1923

Eine Friedensversammlung wird erstmals in Wien abgehalten.

1924

Untersuchungen eines Gesetzesentwurfs über den Schutz vor Geschlechtskrankheiten auf der Grundlage von gleicher Behandlung von Männern und Frauen. Der BÖFV regt beim Österreichischen Wanderungsamt an, in den Einwanderungsländern eine Verbindung zwischen den dortigen internationalen Frauenorganisationen und den Immigrantinnen herzustellen. Die Berufsberatungsstelle geht in die Verwaltung der Stadt Wien über. Detaillierter Bericht über die österreichische Schulreform mit Schwerpunkt des Unterrichts für Mädchen.

1925

Petition betreffend Beibehaltung oder Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft bei mit Ausländern verheirateten Österreicherinnen.

1930

Achte Fünfjahreskonferenz des Internationalen Frauenrates in WienEin herausragendes Ereignis für den BÖFV war die Achte Fünfjahreskonferenz des Internationalen Frauenrates in der Wiener Hofburg unter der Präsidentschaft von Lady Aberdeen und mit der zu diesem Zeitpunkt 91jährigen Marianne Hainisch als Ehrenpräsidentin.

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1931

Die Gesundheitskommission des BÖFV berichtet über die Ausweisung nichtösterreichischer Prostituierter.

1933

Untersuchungen zur Stellung der Presse bezüglich Abrüstung und zur Nationalitätenfrage in der Ehe.

1934

Die BÖFV-Vorsitzende Marie Hoheisl und Henriette Hainisch vertreten den BÖFV bei der Dreijahreskonferenz des Internationalen Frauenrates in Paris.

1936

Im Anschluß an die Dreijahreskonferenz des Internationalen Frauenrates in Dubrovnik treffen die Delegierten einander auf Einladung des BÖFV in Wien. Auf Vorschlag von Lady Aberdeen sendet der BÖFV zusammen mit allen National Councils eine Botschaft des Friedenswillens aller Frauen an den Völkerbund, die den Wunsch der Frauen nach Frieden und ihre Bereitschaft ausdrückt, an dem Werk der Völkerversöhnung mitzuarbeiten. In Wien stirbt die Gründerin des BÖFV, Marianne Hainisch, im Alter von 97 Jahren.

1938

Entsprechend der politischen Situation werden der BÖFV und seine Mitgliedsorganisationen aufgelöst, die Marianne Hainisch-Stiftung beschlagnahmt.

1946

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges beginnen einige Frauen, den BÖFV wieder zu errichten. 30. Jänner: Petition an die Behörde zur Reaktivierung des BÖFV.

1947

Der BÖFV besteht bereits wieder, Henriette Hainisch, die Schwiegerenkelin der Gründerin des BÖFV, wird dessen Vorsitzende. Dr. Lore Antoine, Vorstandsmitglied des BÖFV, nimmt an der Konferenz des Internationalen Frauenrates in Philadelphia, USA, teil.

1949

Ein Aufruf des BÖFV ergeht an die politischen Parteien, mehr Frauen in aussichtsreiche Plätze in Kandidatenlisten für Wahlen aufzunehmen - eine Aufgabe, an der wir heute noch zu arbeiten haben.

1951

Der BÖFV wird wieder in den Internationalen Frauenrat aufgenommen.

1953

Das 50-Jahr-Jubiläum des BÖFV wird gefeiert mit einer Ausstellung zu seiner Geschichte und einem Festakt mit dem österreichischen Bundespräsidenten.

1955

Im Jahr des Österreichischen Staatsvertrages, der Österreichs Besetzung beendet, gibt der BÖFV das Buch heraus „Frauenbilder aus Österreich. Eine Sammlung von zwölf Essays“.

1959

Der BÖFV ist Gastgeber des Executive Meeting des Internationalen Frauenrates in Wien.

1961

Der BÖFV ist Gründungsmitglied des Europäischen Zentrums des Internationalen Frauenrates (ECICW)

1973

Der BÖFV heißt die Delegierten willkommen zur 20. Dreijahreskonferenz des Internationalen Frauenrates in der Wiener Hofburg.

1979

Eröffnung des UNO-Sitzes in Wien. Ab diesem Zeitpunkt vertreten Mitglieder des BÖFV den Internationalen Frauenrat bei den Vereinten Nationen in Wien.

1992

Unter der mutigen Führung von Friedl Corcoran startet der BÖFV in eine neue Phase nach Jahren der Krise.

1993

Der unerwartete Tod von Friedl Corcoran wirft Probleme auf.

Eleonore Hauer-Rona
Eleonore Hauer-Rona

1994

Das BÖFV-Vorstandsmitglied Eleonore Hauer-Rona wird Musikbeauftragte des Internationalen Frauenrates.

1995

Tagung des Europäischen Zentrums des Internationalen Frauenrates in Wien. Thema des Seminars: „Biotechnologie“. Der BÖFV wird Mitglied der Europäischen Frauenlobby (EWL) als Folge des Beitritts Österreichs zur EU.

1997

Feiern zum 95jährigen Bestehen des BÖFV. Die amtierende Vorsitzende des BÖFV spricht bei der Jahreskonferenz des NCW Großbritannien in Cheltenham. Bei der Dreijahreskonferenz des Internationalen Frauenrates in Ottawa (Kanada) wird die amtierende BÖFV-Vorsitzende zum stimmberechtigten Vorstandsmitglied des Internationalen Frauenrates gewählt. Im November wird die amtierende Vorsitzende Eleonore Hauer-Rona zur Vorsitzenden des BÖFV gewählt.

1998

Renovierung der Räumlichkeiten des BÖFV. Während der österreichischen EU-Präsidentschaft nehmen Vertreterinnen des BÖFV an zahlreichen internationalen Konferenzen teil. BÖFV-Seminar „Jugendliche - Opfer und Täter“, ein Thema, das bereits 1913 (!) vom BÖFV behandelt wurde. BÖFV-Vorsitzende Eleonore Hauer-Rona spricht über Artikel 31 der Kinderrechtskonvention während des Seminars „Die universalen Rechte des Kindes“, organisiert vom Nationalen Frauenrat Frankreich und dem Internationalen Frauenrat in Paris.

1999

In Zusammenarbeit mit der UNO in Wien und dem Vienna NGO Committee on Narcotic Drugs wird von der Mitgliedsorganisation „Club der Wiener Musikerinnen“ zum Internationalen Drogentag das Musical „Cry“ komponiert, einstudiert und zur Uraufführung gebracht. BÖFV-Seminare „Die Zukunft des Alterns“, „CEDAW and the Optional Protocol“, „Die Rolle der Frau in der OSZE“. Erstmalig in der Geschichte des BÖFV entsteht eine Dissertation über einen Mitgliedsverein: den 1886 gegründeten „Club der Wiener Musikerinnen“.

2000

Bei der ICW Triennial Conference in Helsinki wird die BÖFV-Vorsitzende zur Zweiten Vizepräsidentin des ICW gewählt. Sie ist ebenso Mitglied der Arbeitsgruppe für die Gleichstellung der Frau der Österreichischen UNESCO Kommission und des Frauenfachbeirates des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr.

2001

Die BÖFV-Vorsitzende nimmt als Mitglied der österreichischen Regierungsdelegation an der Sitzung der Frauenstatuskommission in New York teil. Aktive Teilnahme in den Arbeitsgruppen des Bundesministeriums für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz zum Internationalen Jahr der Freiwilligen. BÖFV-Seminar „Ehrenamt: Emotion und Realität“. Vortrag der Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten und Empfang für den BÖFV im Bundeskanzleramt. Besuch des Landesverbandes Saarland des Deutschen Frauenringes in Wien.

2002

Hundertjahrfeier der Gründung des BÖFV. Die BÖFV-Vorsitzende vertritt den Dachverband beim ICW Executive Meeting in Santo Domingo, Dominikanische Republik.

2003

Bei der ICW Triennial Conference in Perth, Western Australia, wird die BÖFV-Vorsitzende zur Ersten Vizepräsidentin des ICW gewählt. Dies ist die ranghöchste Position, die je von einem Mitglied des BÖFV bekleidet wurde in den 101 Jahren seiner Geschichte und den 115 Jahren des ICW. Die vom BÖFV eingebrachten Resolutionen „Women and Drug Abuse“ und „Promotion, Protection and Support of Breastfeeding / Maternity Leave and Breast Feeding“ werden als ICW-Resolutionen angenommen. Benefizveranstaltung „Afghanistan gestern und heute“ mit Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin India von Afghanistan in der Neuen Burg (Völkerkundemuseum) in Wien für die Friedensschule in Tangi Kalay.

ICW-Triennial Conference 2003, Perth

2004

Round Table des BÖFV „CEDAW 2004“. Besuche von: ICW Präsidentin (Singapur), ICW Advisor Youth (Neuseeland), ICW Representative Habitat (Niederlande), ICW Board Member (Dominikanische Republik). Informationsstände des BÖFV (mit ICW) bei Messen und Kongressen. Die BÖFV-Vorsitzende spricht beim UNECE Forum „Beijing+10“ in Genf über die Protokolle zur ToC Convention (Trafficking Protocol, Smuggling Protocol) und bei der UNO in Wien zum Thema „Women and HIV/AIDS“ und beim Forum des Vienna NGO Committee on Narcotic Drugs zu „ICW’s Activities related to the International Drug Control Policy in the lead up to 2008“; ferner an der Wirtschaftsuniversität über das Thema „From Social to Business Networks“. Benefizkonzert für „immohumana-Mütter in Wohnungsnot“. Verschiedene Expertenseminare.

2005

100 Jahre Mitgliedschaft des „Clubs der Wiener Musikerinnen“ beim BÖFV. Der Club ist die älteste Mitgliedsorganisation (gegr. 1886) des BÖFV. Die BÖFV-Vorsitzende Eleonore Hauer-Rona vertritt den BÖFV beim ICW Executive Meeting in Rabat, Marokko. Tsunami-Projekt für NCW Thailand. Besuch von Mitgliedern des NCW Südafrika. Exkursion und Seminar „Trinkwasserkraftwerk“.

2006

Teilnahme an der ICW Generalversammlung in Kiew, Ukraine; 120jähriges Bestandsjubiläum des Clubs der Wiener Musikerinnen; 50 Jahre Österreichische Hausfrauen Union.

2007

Interdisziplinäre Veranstaltungen u.a. zu „CEDAW 2007“ (Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau) und zu „Frau und Ernährung“.

2008

Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von „90 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich“ (Mitwirkung bei Broschüre, DVD, Postkarten etc); Round Table „Frau und Ernährung II“.

2009

Veranstaltung zu „60 Jahre Deklaration der Menschenrechte 1948 - 2008“ – Zusammenfassung nationaler und internationaler Aktivitäten zu diesem Anlass – die Rolle des ICW im Kampf für die Menschenrechte seit seiner Gründung 1888.

Teilnahme an der ICW Generalversammlung in Johannesburg, Südafrika. Die BÖFV-Vorsitzende, Eleonore Hauer-Rona, wird zum Mitglied des Ehrenkomitees des ICW ernannt.

Veranstaltungen zu „Die Frau in der Technik sichtbar machen“, „Gender-Medizin“, „Städtebau aus Sicht der Frau“

2010

Arbeit zu folgenden Themen „30 Jahre CEDAW”, „Venuswelten”, „Gender und Jugend im Rahmen der UNIDO”, „AIDS”, „Menschenrechte”.

2011

Arbeitsschwerpunkte Gesundheit, Datenschutz, Menschenrechte; Die BÖFV-Vorsitzende erhielt in ihrer Eigenschaft als Präsidentin des Mitgliedsvereins Club der Wiener Musikerinnen das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

2012

Feiern zum 110jährigen Bestehen des Bundes Österreichischer Frauenvereine.

2013

Schwerpunkte: „Datenschutz – zwischen Google, YouToube und Facebook”, „Krebsbehandlung mit Ionentherapie”, „Mobile Kinderkrankenpflege”, „Essstörungen”, „Vienna+20 Menschenrechtskonferenz 20 Jahre nach der Wiener Weltkonferenz über Menschenrechte”.

Die BÖFV-Vorsitzende wird zum ICW Advisor Music bestellt.

2014

2014 war für den BÖFV ein Jahr der Jubiläen: 100. Todestag der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, der Vorsitzenden der Friedenskommission des BÖFV, und 175. Geburtstag der Gründerin des BÖFV und Ehren-Vizepräsidentin des International Council of Women, Marianne Hainisch. Neben der Arbeit an aktuellen Themen wurden Ausstellungen über diese historisch bedeutsamen Frauen und ihren Umkreis abgehalten sowie eine Kranzniederlegung.

2015

Die BÖFV-Vorsitzende wird bei der Generalversammlung des International Council of Women (ICW) in Izmir, Türkei, zum ICW Advisor Music 2015-2017 gewählt.

Die vom BÖFV eingebrachte Resolution „Women and Palliative Care / Lack of access to Controlled Medicines for the Relief of Pain“ wird vom ICW angenommen.

Weitere Ausstellung zu Marianne Hainisch.

2016

Weitere Ausstellungen zu Marianne Hainisch - Buchpräsentationen „Die Mutter“ von Marianne Hainisch (edition libica) - Festlichkeiten und Ausstellung 130 Jahre Club der Wiener Musikerinnen (ältester Mitgliedsverein des BÖFV) - Gender Veranstaltungen - Meetings mit Botschafterinnen Nordischer Länder - Vorbereitungen zu Österreichs OSZE Vorsitz 2017 - Verstärkte Zusammenarbeit mit ICW.